Was sich konkret ändert — mit zwei durchgerechneten Beispielen
Vor der Reform zahlten Nicht-Residenten wie portugiesische Käufer einer Zweitwohnung die gestaffelte IMT-Tabelle für „sonstige Immobilien": je nach Kaufpreis zwischen 1 % und 8 %, mit einem Freibetrag, der bei höheren Preisen wieder sinkt. Seit dem 25. Mai gilt für Nicht-Residenten stattdessen ein Fixsatz von 7,5 % ab dem ersten Euro.
Beispiel 250.000 €+11.708 € mehr Kaufnebenkosten
Vorher (Staffel „sonstige Immobilien"): 250.000 € × 7 % − Freibetrag 10.457,96 € = 7.042 € IMT + 2.000 € Stempelsteuer = 9.042 € gesamt. Jetzt für Nicht-Residenten: 250.000 € × 7,5 % = 18.750 € IMT + 2.000 € Stempelsteuer = 20.750 € gesamt. Differenz: +11.708 € (+129 %).
Beispiel 300.000 €+10.895 € mehr Kaufnebenkosten
Vorher: 300.000 € × 7 % − Freibetrag 9.394,50 € = 11.606 € IMT + 2.400 € Stempelsteuer = 14.006 € gesamt. Jetzt: 300.000 € × 7,5 % = 22.500 € IMT + 2.400 € Stempelsteuer = 24.900 € gesamt. Differenz: +10.895 € (+78 %).
Ab ca. 1,15 Mio. €Keine Änderung
Oberhalb von 1.150.853 € lag der alte Fixsatz für „sonstige Immobilien" bereits bei 7,5 % — hier ändert die Reform rechnerisch nichts. Zwischen 660.982 € und 1.150.853 € lag er bei 6 %, die neue Quote bringt dort ein Plus von 1,5 Prozentpunkten. Der Effekt trifft die mittleren Preislagen am härtesten — genau dort, wo die meisten unserer Mandanten kaufen.
RechtsquelleRechnungen ohne Gewähr, Muster ohne verbindliche Steuerberatung. Quellen: DR-Original Decreto-Lei 97/2026 (Art. 6, 17.º Código do IMT); Rechenbeispiele auf Basis der 2026er Staffel „sonstige Immobilien" (contabilidades.pt, divine-home.pt, Stand Juni 2026).