Praxisbericht · Costa Blanca

Wohnhaus in Benissa – Der Immobilienkauf nach einer größeren Erbschaft

Der Käufer war Inhaber eines Ingenieurbüros, seine Ehefrau arbeitete als Diplom-Psychologin mit eigener Praxis. Die Erbschaft verbesserte die Eigenkapitalsituation erheblich.

Eckdaten

Auf einen Blick

  • Kaufpreis: 1.185.000 €
  • Finanzierungsbedarf: 829.500 €
  • Eigenkapital: 635.550 €

Anonymisierte Fallangabe · keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · §34i GewO

Typischer, anonymisierter Praxisfall. Personen, Orte und einzelne Finanzierungsdaten wurden zum Schutz der Privatsphäre angepasst. Der Ablauf entspricht einer typischen Beratungssituation bei Nicht-Residenten-Finanzierungen in Spanien.

Vermögen sinnvoll einsetzen, ohne alles in eine Immobilie zu investieren

Ein Ehepaar aus Augsburg hatte viele Jahre den Wunsch, dauerhaft an der Costa Blanca zu leben. Nach zahlreichen Aufenthalten zwischen Moraira und Calpe fiel die Entscheidung schließlich auf Benissa. Die ruhige Wohnlage, die Nähe zur Küste und die gewachsene Umgebung entsprachen genau ihren Vorstellungen.

Kurz vor Beginn der Immobiliensuche erbte der Käufer gemeinsam mit seiner Schwester das Elternhaus. Nach dem Verkauf der Immobilie stand ein erheblicher Geldbetrag zur Verfügung, der gezielt in den Kauf des neuen Zuhauses investiert werden sollte.

Ausgangssituation

Der Käufer war Inhaber eines Ingenieurbüros, seine Ehefrau arbeitete als Diplom-Psychologin mit eigener Praxis.

Die Erbschaft verbesserte die Eigenkapitalsituation erheblich. Trotzdem wollten beide nicht das gesamte geerbte Vermögen in die Immobilie investieren. Ein Teil sollte langfristig als finanzielle Reserve und für die Altersvorsorge erhalten bleiben.

Gesucht wurde ein modernes Wohnhaus mit Garten, Pool und ausreichend Platz für Familie und Freunde.

Finanzierungsübersicht

Kaufpreis: 1.185.000 €

Nebenkosten: 154.050 €

Modernisierung (Wärmepumpe, Photovoltaik, Pooltechnik und Garten): 126.000 €

Gesamtinvestition: 1.465.050 €

Eigenkapital: 635.550 €

davon aus Erbschaft: 390.000 €

Finanzierungsbedarf: 829.500 €

Der Finanzierungsanteil entsprach rund 70 % des Kaufpreises.

Herausforderung

Das Wohnhaus war gepflegt und sofort nutzbar. Dennoch planten die Käufer eine energetische Modernisierung, um die laufenden Betriebskosten langfristig zu reduzieren.

Außerdem sollte der Einsatz des geerbten Vermögens sorgfältig geplant werden. Ziel war nicht, möglichst viel Eigenkapital einzusetzen, sondern eine ausgewogene Vermögensstruktur zu erhalten.

Analyse

Vor Abschluss des Kaufvertrags wurden sämtliche Modernisierungskosten detailliert kalkuliert und gemeinsam mit Kaufpreis sowie Nebenkosten in die Gesamtinvestition aufgenommen.

Anschließend wurde geprüft, welcher Teil der Erbschaft sinnvoll als Eigenkapital eingesetzt werden sollte. Dabei stand die langfristige finanzielle Sicherheit im Vordergrund.

Die Käufer entschieden sich bewusst dafür, einen Teil des geerbten Vermögens weiterhin als Reserve und Kapitalanlage zu behalten.

Finanzierungslösung

Die Finanzierung wurde auf rund 70 % des Kaufpreises aufgebaut.

Die Nebenkosten sowie ein erheblicher Teil des Kaufpreises wurden aus Eigenmitteln bezahlt.

Die geplanten Modernisierungsmaßnahmen waren bereits vollständig Bestandteil der ursprünglichen Finanzierungsplanung. Dadurch konnten alle Arbeiten unmittelbar nach der Eigentumsübertragung umgesetzt werden.

Ergebnis

Nach Abschluss der Modernisierung entsprach das Wohnhaus vollständig den Vorstellungen der Käufer.

Die energetischen Verbesserungen reduzierten den laufenden Energiebedarf, während gleichzeitig ein erheblicher Teil des geerbten Vermögens erhalten blieb und weiterhin flexibel genutzt werden kann.

Was andere Käufer daraus lernen können

Eine Erbschaft eröffnet häufig neue Möglichkeiten beim Immobilienkauf. Dennoch ist es nicht immer sinnvoll, das gesamte Vermögen in eine Immobilie zu investieren. Eine ausgewogene Kombination aus Eigenkapital, Finanzierung und Liquiditätsreserve schafft langfristige Stabilität.

FAQ

Häufige Fragen

Kann geerbtes Vermögen als Eigenkapital eingesetzt werden?
Ja. Eine Erbschaft wird häufig genutzt, um den Eigenkapitalanteil beim Immobilienkauf zu erhöhen. Wichtig ist eine nachvollziehbare Dokumentation der Mittel.
Warum wurden die Modernisierungskosten bereits vor dem Kauf eingeplant?
Damit sämtliche Arbeiten unmittelbar nach der Eigentumsübertragung durchgeführt werden konnten und keine spätere Finanzierung notwendig wurde.
Warum blieb ein Teil der Erbschaft unangetastet?
Die Käufer wollten finanzielle Reserven erhalten und ihr Vermögen weiterhin breit aufstellen.

Fazit

Der Kauf eines Wohnhauses in Benissa zeigt, dass eine größere Erbschaft den Weg zur Wunschimmobilie erleichtern kann. Entscheidend ist jedoch nicht die Höhe des Eigenkapitals, sondern dessen sinnvoller Einsatz. Wer Modernisierung, Vermögensplanung und Finanzierung frühzeitig miteinander verbindet, schafft eine stabile Grundlage für den neuen Lebensmittelpunkt an der Costa Blanca.

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Anonymisierter Einzelfall, keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · Siegfried Perini, BAFA-notifiziert für die Auslandstätigkeit der Inhaberin Olga Nikushkina · §34i GewO · keine Steuer- oder Rechtsberatung · keine Finanzierungszusage; Konditionen abhängig von Bonität, Beleihung und Bank