Praxisbericht · Mallorca

Penthouse in Portocolom – Depotbeleihung statt Wertpapierverkauf

Beide Käufer waren Ende 50 und verfügten über hohe Einkünfte sowie ein über viele Jahre aufgebautes Depot mit breit gestreuten Anlagen. Die Wertentwicklung hatte sich sehr positiv entwickelt, weshalb sie größere Verkäufe vermeiden wollten.

Eckdaten

Auf einen Blick

  • Kaufpreis: 1.580.000 €
  • Finanzierungsbedarf: 1.042.000 €
  • Eigenkapital: 838.400 €

Anonymisierte Fallangabe · keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · §34i GewO

Typischer, anonymisierter Praxisfall. Personen, Orte und einzelne Finanzierungsdaten wurden zum Schutz der Privatsphäre angepasst. Der Ablauf entspricht einer typischen Beratungssituation bei Nicht-Residenten-Finanzierungen in Spanien.

Warum gute Vermögensplanung manchmal wichtiger ist als möglichst viel Eigenkapital

Ein Ehepaar aus München verbrachte seit vielen Jahren mehrere Wochen im Jahr an der Ostküste Mallorcas. Besonders Portocolom hatte es ihnen angetan – der Naturhafen, die Promenade und die entspannte Atmosphäre unterschieden sich deutlich von den größeren Ferienorten der Insel.

Als ein modernes Penthouse mit großer Dachterrasse und Blick auf den Hafen zum Verkauf stand, wollten sie schnell handeln. Obwohl genügend Vermögen vorhanden war, sollte das Wertpapierdepot möglichst unangetastet bleiben.

Ausgangssituation

Beide Käufer waren Ende 50 und verfügten über hohe Einkünfte sowie ein über viele Jahre aufgebautes Depot mit breit gestreuten Anlagen. Die Wertentwicklung hatte sich sehr positiv entwickelt, weshalb sie größere Verkäufe vermeiden wollten.

Stattdessen sollte das vorhandene Eigenkapital gezielt eingesetzt werden, ohne langfristige Investments unnötig aufzulösen.

Finanzierungsübersicht

Kaufpreis: 1.580.000 €

Nebenkosten: 205.400 €

Modernisierung (Küche, Klimaanlage und Terrassengestaltung): 95.000 €

Gesamtinvestition: 1.880.400 €

Eigenkapital: 838.400 €

Finanzierungsbedarf: 1.042.000 €

Der Finanzierungsanteil entsprach rund 66 % des Kaufpreises.

Herausforderung

Die Käufer wollten vermeiden, größere Teile ihres Wertpapiervermögens zu verkaufen. Gleichzeitig sollte die Finanzierung wirtschaftlich sinnvoll bleiben und genügend Liquidität für zukünftige Investitionen erhalten.

Auch die geplanten Modernisierungen sollten unmittelbar nach der Übergabe umgesetzt werden.

Analyse

Gemeinsam wurde zunächst die gesamte Vermögensstruktur betrachtet. Schnell zeigte sich, dass nicht die Höhe des Vermögens entscheidend war, sondern dessen sinnvoller Einsatz.

Durch den gezielten Eigenkapitaleinsatz konnten Kaufnebenkosten vollständig übernommen und gleichzeitig ausreichende Reserven erhalten werden. Die geplanten Modernisierungsmaßnahmen wurden bereits vor Vertragsabschluss vollständig kalkuliert.

Finanzierungslösung

Die Finanzierung wurde auf rund 66 % des Kaufpreises aufgebaut.

Das vorhandene Eigenkapital deckte sämtliche Nebenkosten sowie einen erheblichen Teil des Kaufpreises ab. Die Modernisierungskosten wurden von Anfang an in die Gesamtinvestition integriert.

Dadurch mussten keine nachträglichen Finanzierungslösungen gesucht werden, und das Wertpapiervermögen konnte weitgehend investiert bleiben.

Ergebnis

Nach Abschluss der Modernisierung entsprach das Penthouse vollständig den Vorstellungen der Käufer. Die großzügige Dachterrasse wurde neu gestaltet, die Küche modernisiert und die Haustechnik auf den aktuellen Stand gebracht.

Gleichzeitig blieb die langfristige Vermögensplanung nahezu unverändert.

Was andere Käufer daraus lernen können

Viele Immobilienkäufer verfügen über erhebliche Vermögenswerte, die langfristig angelegt sind. Nicht immer ist es sinnvoll, diese vollständig aufzulösen. Häufig ist eine ausgewogene Kombination aus Eigenkapital und Finanzierung wirtschaftlich die nachhaltigere Lösung.

FAQ

Häufige Fragen

Sollte ein Wertpapierdepot für einen Immobilienkauf vollständig verkauft werden?
Das hängt von der persönlichen Vermögensstrategie ab. In vielen Fällen kann es sinnvoll sein, langfristige Anlagen möglichst bestehen zu lassen.
Warum wurden die Modernisierungskosten direkt berücksichtigt?
Damit sämtliche Arbeiten unmittelbar nach der Eigentumsübertragung umgesetzt werden konnten, ohne später zusätzlichen Finanzierungsbedarf zu erzeugen.
Ist eine Eigenkapitalquote von über 30 % sinnvoll?
Eine höhere Eigenkapitalquote kann die Finanzierung stabiler machen und gleichzeitig die monatliche Belastung reduzieren.

Fazit

Der Kauf eines Penthouses in Portocolom zeigt, dass eine Immobilienfinanzierung immer Teil der gesamten Vermögensplanung sein sollte. Wer Eigenkapital bewusst einsetzt, langfristige Anlagen erhält und alle Investitionen von Beginn an realistisch berücksichtigt, schafft die Grundlage für eine dauerhaft tragfähige Finanzierung und einen entspannten Start in das Leben auf Mallorca.

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Anonymisierter Einzelfall, keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · Siegfried Perini, BAFA-notifiziert für die Auslandstätigkeit der Inhaberin Olga Nikushkina · §34i GewO · keine Steuer- oder Rechtsberatung · keine Finanzierungszusage; Konditionen abhängig von Bonität, Beleihung und Bank